...eine kommunale Einrichtung zur Förderung des Friedensgedankens der Stadt Graz
...macht Bildungs- und Projektarbeit in den Bereichen Frieden, Entwicklung, Toleranz, Versöhnung und Schutz der Menschenrechte
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Organisation:
Grazer Büro für Frieden und Entwicklung
Das Grazer Büro für Frieden und Entwicklung ist eine im deutschsprachigen, wahrscheinlich sogar im gesamteuropäischen Raum einmalige kommunale Einrichtung zur Förderung des Friedensgedankens.
Zum ersten Mal hat sich nämlich eine Stadtgemeinde mit Zustimmung aller politischen Parteien verpflichtet, kontinuierlich und systematisch Bildungs- und Projektarbeit in den Bereichen Frieden, Entwicklung,Toleranz, Versöhnung und Schutz der Menschenrechte zu einem eigenen kommunalpolitischen Anliegen zu machen.
Seit 1988 unterhält die Stadt Graz dieses Friedenszentrum auf Vereinsbasis in finanzieller und personeller Hinsicht, gleichzeitig wird die volle Eigenständigkeit des Büros in inhaltlichen, organisatorischen und administrativen Belangen respektiert.
Vier hauptamtlichen MitarbeiterInnen steht ein jährliches Gesamtbudget von ca. öS 1.500.000,- von seiten der Stadt Graz zur Verfügung, dazu kommt eine Personal-Subvention und die kostenlose Nutzung der stadteigenen Infrastruktur (Büroräume, Telefon etc.) Arbeitsschwerpunkte: 1. Bildungs- und Informationsarbeit: aus aktuellen Anlässen, aber auch zu generellen Problemstellungen wie Ausländerfeindlichkeit, Jugendgewalt, Flüchtlingsprobleme etc. wird systematisch Bildungs- und Informationsarbeit geleistet, insbesondere im Rahmen der Aus- bzw. Fortbildung von LehrerInnen, an Universitäten sowie in der Erwachsenenbildung.
Weiters verfügt das Friedensbüro über eine gut bestückte Bibliothek und Videothek und bietet darüber hinaus auch noch Beratung zu oben genannten Themenkreisen an.
2. Vernetzung: Das Friedensbüro versteht sich auch als Schaltstelle für die vielen Vereinsaktivitäten im Bereich Friedens- und Entwicklungspolitik. Über 40 entwicklungs- und friedenspolitische Organisationen sind im Beirat des Büros vertreten und versuchen so, ihre Arbeit zu koordinieren und effizienter zu machen. 3. Aktive Friedensarbeit: Aus der theoretischen und pädagogischen Beschäftigung mit Gewalt und Krieg entstand anläßlich besonderer kriegerischer Ereignisse in den Nachbarländern ein konkretes friedenspolitisches Engagement, insbesondere in den Kriegssituationen seit 1991 (Golf-Krieg, Slowenien-Krieg, Kroatien-Krieg, Bosnien-Krieg, Kosovo-Konflikt). Dabei entwickelte sich vor allem im Jugoslawien-Krieg eine besondere Zusammenarbeit mit friedenspolitischen Initiativen.